Insolvenzverfahren

Kaupp Gruppe wird neu aufgestellt

Die Kaupp Gruppe hat für ihre operativen Gesellschaften Werbepioniere GmbH, Kaupp Unfall & Lack, sowie die Oberflächentechnik GmbH die Einleitung von Insolvenzverfahren beantragt. Ziel ist die nachhaltige Sanierung und Neuausrichtung des Unternehmens, um die traditionsreiche Unternehmensgruppe dauerhaft erfolgreich am Markt zu positionieren. 

Die Kaupp Gruppe ist mit ihren Geschäftsbereichen Oberflächentechnik, Unfall- und Lack sowie Werbetechnik an den Standorten Schramberg, Freiburg und Donaueschingen tätig und beschäftigt rund 90 Mitarbeitende.  

Hintergrund der Antragstellung sind die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre. Insbesondere die anhaltend schwache Konjunktur in den relevanten Branchen, gestiegene Energie- und Betriebskosten sowie zusätzliche Belastungen aus der im Jahr 2022 vorgenommenen Unternehmensaufspaltung haben die wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe erheblich beeinträchtigt. Geplante Umsätze konnten unter diesen Rahmenbedingungen nicht erreicht werden.  

Die Geschäftsführung betrachtet das Verfahren als Chance für einen nachhaltigen Neuanfang. Es soll eine umfassende Restrukturierung umgesetzt werden, um die Gruppe dauerhaft wettbewerbsfähig und profitabel aufzustellen. Kern des Konzeptes ist die Konzentration der Aktivitäten, sowie die Bündelung der Geschäftsbereiche in einer gemeinsamen, leistungsfähigen Unternehmensstruktur.  

„Die aktuelle Situation ist herausfordernd, gleichzeitig bietet uns das Verfahren die Möglichkeit, notwendige strukturelle Veränderungen schneller und konsequent umzusetzen. Unser Ziel ist es, unsere Kunden auch künftig mit der gewohnten Qualität, Zuverlässigkeit und gutem Service zu bedienen“, erklärt Geschäftsführer Matthias Kaupp.  

Zum Insolvenzverwalter wurde das Büro Hirt-Teufel aus Rottweil bestimmt. 

Für Kunden und Geschäftspartner gibt es eine klare Botschaft: Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt. Alle laufenden Projekte, Aufträge und Dienstleistungen werden weiterhin wie gewohnt bearbeitet und umgesetzt.